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Aus dem FACT friday wird ein FACTurday… Aber ich war gestern Abend nicht untätig sondern habe eine Vorbestellung vorbereitet… Mehr dazu später.

????Der Plan: ein bisschen Bewusstsein schaffen, ein paar Einblicke. Keine Wertung, nur Fakten.
????Der Beweggrund: mir ist vor allem in letzter Zeit vermehrt aufgefallen und auch etwas aufgestossen, dass “handmade” aus “Gründen” allmählich einen schalen Beigeschmack bekommt. Auch vielen meiner Kolleginnen geht es so, denn gottseidank herrscht hier meist ein gutes Miteinander statt Gegeneinander und man spricht miteinander.
Man liest, hört so Sachen wie “warum ist das so teuer”, sieht Kleidung die auf willhaben als handmade (wohlgemerkt NICHT second hand sondern Neuware) verkauft wird, die qualitativ fragwürdig aussieht und zu Schleuderpreisen angeboten wird…etc pp

FACT for today:
Mir ist bewusst, dass man das als Otto-Normalverbraucher nicht wissen muss/kann. Ich wusste es selbst nicht bis vor ein paar Jahren.
????Möchte man in Österreich Kinderkleidung herstellen und verkaufen, muss man dafür ein Gewerbe anmelden.
????Baby-Accessoires (wie Hauberl und Tücherln) sind ein freies Gewerbe. Das kann jeder anmelden wie er lustig ist und egal ob und welche Qualifikation er hat. 3 Stunden an der Nähmaschine gesessen und Lust zu verkaufen? Kein Problem, ab zur WKO, freies Gewerbe anmelden und geht schon.
????Baby- und Kinderkleidung ist ein reglementiertes Gewerbe.
Möchte man Kleidung verkaufen, muss man eine Qualifikation nachweisen. Dh. eine entsprechende Ausbildung haben oder eine Befähigungsprüfung bei der Innung ablegen. Und selbst dann ist es noch nicht sicher ob man sein Gewerbe anmelden kann… Denn, Bundesgesetz hin oder her, jedes Bundesland, sogar jeder Bezirk (!) kocht hier in Österreich sein eigenes Süppchen. Steiermark ist ganz schwierig. Ich habe viele Tränen vergossen bis es endlich schwarz auf weiß war.
????Für beides gilt: wird online verkauft/beworben, egal ob im eigenen Onlineshop oder auf FB oder Insta: in Österreich herrscht Impressumspflicht. Es muss also spätestens im Impressum der Klarname des Verkäufers ersichtlich sein.
Und mit diesem Klarnamen lässt sich dann für jedermann auf der Seite der WKO oder GISA prüfen, ob die Person ein Gewerbe und auch welches Gewerbe angemeldet hat.

????Meine Kunden wissen das normalerweise eh, aber das ist ein Fakt der die Basis für einen ganzen Rattenschwanz ist und man möchte gar nicht glauben, wie wenige das wissen… Auch Dam- und Herrschaften die bisher ohne Gewerbe verkaufen. Den Rattenschwanz servier ich euch gerne häppchenweise ????
Das war jetzt viel Information und ich bin mir bewusst, dass es womöglich nicht jeden freut und ich evtl auch Gegenwind abbekommen werde. Aber damit kann ich gut leben, wenn es bei 1em von 100 Personen dazu beiträgt etwas umzudenken.
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Ich wünsch euch noch einen wunderschönen Tag und freu mich schon darauf, die Vorbestellung mit euch zu teilen. Ein Herzensprojekt ????